Glioblastom

Gliome sind die häufigsten hirneigenen Tumoren. Sie leiten sich vom Stützgewebe des Gehirns ab, zeigen oft eine maligne Progression und führen in ihrer häufigsten Variante, dem Glioblastom (WHO-Malignitätsgrad IV), trotz intensiver und multimodaler Therapie im Median innerhalb weniger Monate zum Tod. Trotz intensiver molekulargenetischer und klinischer Analysen in den letzten Jahren konnten jedoch bisher lediglich allgemeine Faktoren wie ein guter Karnofsky Index oder MGMT Hypermethylierung als positive Faktoren bezogen auf die Überlebenszeit evaluiert werden.

Mit dem Deutschen Gliomnetzwerk hat die Deutsche Krebshilfe im Jahr 2004 ein Verbundprojekt etabliert, das die dringend erforderliche Entwicklung innovativer diagnostischer und therapeutischer Strategien ermöglichen soll. Das Molecular Proteomics Laboratory befasst sich mit der Identifizierung prognostisch relevanter Biomarker im Tumorgewebe von Glioblastompatienten. Hierfür werden sowohl 2D DIGE basierte Studien als auch labelfreie Studien aus mikrodissektiertem Tumorgewebe durchgeführt. Darüber hinaus werden Studien zur Identifizierung von Glioblastom assoziierten Autoimmunantikörpern durchgeführt.